Unterschiede zwischen Siemens-Speicherkarten und herkömmlichen SD-Karten – Alles, was Sie wissen müssen
Alle SIMATIC S7-SPSen sind mit speziellen Speicherkarten ausgestattet. Die Kartentypen variieren je nach Modell: MMC-Karten für die S7-300-Serie, MC-RAM- und MC-Flash-Karten für die S7-400, SMC-Karten für die S7-1200/1500-Serie und Micro-SD-Karten für die S7-200 SMART. Jede Speicherkarte verfügt über einzigartige Funktionen und ist für einige CPU-Modelle unverzichtbar. Dieser Artikel beschreibt die Eigenschaften der Speicherkarten für SPSen der S7-Serie.
1. SIMATIC MMC-Karte
MMC steht für Micro Memory Card. Es handelt sich um eine EPROM-Karte mit der Fähigkeit, Daten auch nach dem Abschalten beizubehalten.
Bei den SPS der Serie S7-300 dient die MMC-Karte als Ladespeicher. Da die CPU-Module der neuen Serie S7-300 keinen integrierten Ladespeicher besitzen, ist die MMC-Karte für den Betrieb zwingend erforderlich.
2. SMC-Karte
Die SMC-Karte ähnelt äußerlich Standard-SD-Karten und kann mit einem herkömmlichen SD-Kartenleser gelesen und beschrieben werden. Es gelten jedoch strenge Betriebsregeln: Versteckte Dateien auf der Karte dürfen nicht gelöscht werden, und die SMC-Karte darf niemals manuell formatiert werden. Nach der Formatierung wird die SMC-Karte zu einer gewöhnlichen SD-Karte und verliert alle ihre speziellen Industriefunktionen. Handelsübliche SD-Karten können die dedizierte Speicherkarte für S7-1500-CPUs nicht ersetzen.
Die Formatierung von SMC-Karten kann ausschließlich online über das TIA Portal erfolgen. Siemens hat keinen speziellen Kartenleser für SMC-Karten auf den Markt gebracht; herkömmliche Lesegeräte erfüllen die Anforderungen des täglichen Gebrauchs vollkommen.
3. MicroSD-Karte für S7-1200
Die von den S7-1200 CPUs verwendete MicroSD-Karte speichert Benutzerprojektdateien und bietet folgende wichtige Funktionen:
- Dient als Ladespeicher der CPU: Benutzerprojekte können entweder auf der Speicherkarte oder im internen Speicher der CPU gespeichert werden. Wenn kein Projekt in der CPU gespeichert ist, kann die SPS ohne die Speicherkarte nicht ausgeführt werden.
- Dient als Medium zum Übertragen von Projektdateien auf mehrere S7-1200-SPSen, wenn kein Programmiergerät verfügbar ist.
- Löschen Sie interne CPU-Projekte und Schutzpasswörter, falls das Passwort vergessen wurde.
- Aktualisieren Sie die Firmware-Version der S7-1200 CPUs (diese Funktion wird nur von Speicherkarten mit einer Kapazität von ≥12 MB unterstützt).
4. SIMATIC Speicherkarte für S7-1500
Die S7-1500 CPUs verwenden SIMATIC-Speicherkarten als Programmspeichermedien, deren Kernfunktionen im Folgenden aufgeführt sind:
- Die Speicherkarte dient als Lastspeicher der CPU; die CPU kann nicht mehr arbeiten, sobald die Speicherkarte entfernt wird.
- Unterstützung von Firmware-Updates für S7-1500 CPUs und zentrale E/A-Module.
- Lesen Sie die Service-Diagnosedaten des Geräts.
5. MicroSD-Karte für S7-200 SMART
Die S7-200 SMART-Prozessoren unterstützen handelsübliche microSD-Karten mit Speicherkapazitäten von 4 GB, 8 GB und 16 GB. Karten mit 2 GB und 32 GB sind nicht kompatibel. Folgende Funktionen werden unterstützt:
- Offline-Programmübertragung
- CPU-Firmware-Upgrade
- Stellen Sie die CPU auf die Werkseinstellungen zurück.
Veröffentlichungsdatum: 31. Juli 2026